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Einwohner
Mit heute ca. 50.000 Einwohnern am dünnsten besiedeltes
Eiland des Archipels ( 26 Einwohner je km2)
Nur wenige Menschen beherrschen heute noch
die Kunst des Mauerns mit unbehauenen Feldsteinen.Â
Bootsbau im Fischerdorf
El Cotillo
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Größe
Nach Teneriffa die zweitgrößte der Kanarischen Inseln
mit 1.659,74 Quadratkilometern und einer Gesamtküstenlänge
von 339,82 km (davon 144 offiziell registrierte Strandabschnitte!)
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Geschichte
1100 v.Chr.
entdecken
Phönizier die Inseln
Fuerteventura und Lanzarote, ohne sie jedoch zu betreten.
922 n.Chr.
starten
Araber erste Eroberungsversuche.
Sie nennen die Kanaren "Aldjezir al-Khalidah" (die Glücklichen
Inseln)!
Ob die Ureinwohner der Kanaren,
die heute allgemein (nicht ganz korrekt) “Guanchen" genannt werden,
arabischen Ursprungs waren, ist bis heute unter Wissenschaftlern
umstritten.
1344
krönt
Papst Clemens X. den Grafen von Clermont
zum König der Kanarischen Inseln.
Ein Titel, der allerdings nur auf dem Papier Gültigkeit hat.
1402
erobert
der normannische Baron Jean de Bathencourt
die Insel Lanzarote und unternimmt von der Nachbarinsel Los
Lobos aus einige
Male den Versuch, auch Fuerteventura zu besetzen.
1403
gelingt
ihm schließlich die Eroberung,
trotz heftiger Gegenwehr der beiden damaligen Königreiche
Maxorata (der große nördliche Teil Fuerteventuras)
und Jandia (die sichelförmige Halbinsel im Süden).
Er gründet die erste Hauptstadt der gesamten Insel, Betancuria.
1405
Friedensvertrag zwischen den Königen
Guize von Maxorata und Ayoze von Jandia und den
Eroberern
1927
wird
Fuerteventura der neuen kanarischen Provinz Las Palmas zugeteilt,
zu der auch noch die Inseln Gran Canaria und Lanzarote gehören.
1957
Puerto del Rosario
(vorher Puerto de las Cabras = Ziegenhafen
wird zur neuen Hauptstadt der Insel Fuerteventura erklärt.
1968
beginnt
mit der Eröffnung des Hotels Jandia Playa
(dem späteren weltweit ersten "Robinson-Club")
der Charter-Tourismus auf Fuerteventura.
1978
erhalten
die Kanarischen Inseln begrenzte politische Autonomie.
1992
Die
Kanaren werden Vollmitglied der Europäischen Gemeinschaft.
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Wirtschaft
82% des insularen Bruttosozialprodukts werden direkt
oder indirekt durch den Tourismus erwirtschaftet,
wobei die Deutschen die zahlenmäßig mit Abstand
stärkste Gruppe der Urlauber bilden.
Fischfang, Landwirtschaft (hauptsächlich Tomaten,
Ziegenkäse und Zuchttierhandel mit Ziegen) und Kleinhandel
bilden weitere wichtige Eckpfeiler im Wirtschaftsgefüge.
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Fauna
Vögel wie Strandläufer, Wiedehopf, Buchfink, Möwe, Bussard und
Seeadler
bevölkern den Luftraum der Insel.
Eidechsen, Blindschleichen, Erdhörnchen, Igel und vor allem
Wildkaninchen
teilen sich den kargen Lebensraum am Boden.
Dagegen ist der Fischreichtum vor den Küsten Fuerteventurasimmer
noch groß
(siehe auch den Artikel :
"Mal essen wie die Majoreros?").
Ca. 30.000 Ziegen , die außergewöhnlich anspruchslos sind,
zeugen von jahrhundertelanger Züchterarbeit.
Auf der FEAGA, der jährlich bei Pozo Negro stattfindenden
Landwirtschafts-Ausstellung,
trifft man auf Einkäufer aus aller Welt, um preisgekrönte Zuchtböcke
zu erstehen.
Esel und einige Dromedare leisten heute noch Hilfe bei der
Feldarbeit
oder dienen zur Unterhaltung der Urlauber.
Für den Menschen lebensgefährliche Tiere gibt es auf
Fuerteventura nicht!
Die Majorero-Ziege ist besonders
anspruchslos und widerstandsfähig.
Der Esel wird auch heute noch
bei der landwirtschaftlichen Arbeit gebraucht.
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Flora
Bedingt durch die geringen Niederschlagsmengen gedeihen in freier
Natur
nur Pflanzen mit geringem Wasserbedarf. Dazu gehören insbesondere
die Kanarische Dattelpalme, der Feigenkaktus, die Sisal-Agave,
kaktusartige Wolfsmilchgewächse wie die Euphorbie und die Eisblume,
die durch ein raffiniertes System Luft- und Bodenfeuchtigkeit
speichert
und daher auch längste Dürreperioden überlebt.
Farbenprächtig blühende Pflanzen wie die Bougainvilla oder die
Strelitzie
können nur dort existieren, wo sie regelmäßig mit Süßwasser versorgt
werden.
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Die Bougainvilla findet man nur dort,
wo sie regelmäßig gegossen werden kann. |
Agaven blühen immer nur einmal.
Danach bilden sie Ableger, die
wieder neue Blüten treiben.
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Der Feigenkaktus trägt süße Früchte --
doch Vorsicht vor den feinen Stacheln der Schale!
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Euphorbiengewächse:
mit dem giftigen Saft dieser Pflanze betäubten die Ureinwohner
die küstennahen Fische, um sie dann leicht
von der Wasseroberfläche abschöpfen zu können
Kaktusblüten bilden eine besondere Augenweide in der an sich
vegetationsarmen Landschaft Fuerteventuras
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